Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg
Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts
Compassion
Aktuelles und Termine
11.10.2010 - 15.10.2010
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …“
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Ziele und Wirkungen

3. Ziele und Wirkungen des Sozial- Projekts

Äußerungen und Erfahrungen von Schülern, Schülerinnen und Eltern

Ziele und Wirkungen des Sozial- Projekts im Spiegel von Schüler- und Elternäußerungen

Der Name Compassion ist Programm. Der Begriff, verstanden als ”Mitleidenschaft”, ist im politischen Denken der sechziger Jahre (J.F. Kennedy, W. Brandt) bekannt geworden und hat Christen in ihrem pädagogischen Nachdenken bis in die Gegenwart angeregt. Zugleich nimmt dieser Begriff z.B. eine Denktradition auf, wie sie mit dem Begriff der ”Verantwortlichen Gesellschaft” , formuliert durch den Ökumenischen Rat der Kirchen, seit Jahrzehnten das Denken und Handeln der Kirchen in der Gesellschaft und für die Gesellschaft beeinflusst hat und dies nicht gegen Staat und Kommunen, sondern mit ihnen zur Bereitstellung, Sicherung und dynamischen Entwicklung von Lebensmöglichkeiten im Zusammenleben der Angehörigen eines Gemeinwesens und der Staaten untereinander. Eine ”Verantwortliche Gesellschaft” im Sinn einer humanen Gesellschaft wird in Zukunft verstärkt zu tun haben mit ”bürgerschaftlichem Engagement”, mit ”Freiwilligenbörsen”, mit dem
Wahrnehmen des Mitmenschen in seinen jeweiligen sozialen Bezügen und der Ermöglichung und Verbesserung seiner Lebensbedingungen.
Die Haltung, für die ”compassion” steht, ist am besten mit ”Mitleidenschaft”, Wohlwollen, Zuwendung, Hilfsbereitschaft wiederzugeben; Haltungen, die durch kein Gesetz verordnet werden können und ohne die eine Gesellschaft doch nicht auskommt.

Schriftlich niedergelegte Äußerungen von Schülerinnen und Schülern in der ersten Unterrichtsstunde nach den zweiwöchigen Praktika machen deutlich, dass ”verantwortlich werden”, dass ”compassion” erfahren, bedeutet, die Haltung des vertikalen ”Mitleids”, des herablassenden ”Helfens” vermeintlich Starker gegenüber vermeintlich Schwachen hinter sich zu lassen bzw. aktiv zu überschreiten. Stattdessen werden auf Grund des Erlebten neue Fragestellungen reflektiert, die zeigen, dass die Fähigkeit zur verantwortlichen Gestaltung menschlichen Zusammenlebens ohne das gezielte, vorbereitete und reflektierte Erlernen von Verantwortung als Solidarität und Sozialität schwer zu erwerben ist - jedenfalls in einer Gesellschaft der Individualisierung und zugleich der Segregation.