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FORUM - Schulstiftung

"Jeder bringt noch einen mit..." (Die Leipziger Montagsdemonstrationen...)

Dr. Dirk Schindelbeck

„Die Ausrichtung der Realität auf die Massen und der Massen auf sie ist ein Vorgang von unbegrenzter Tragweite sowohl für das Denken wie für die Anschauung.“1 (Walter Benjamin)

Am 3. Oktober feierten wir den 15. Jahrestag der politischen Wiedervereinigung Deutschlands. Damit fand 1990 eine Entwicklung ihren Abschluss, die im Frühjahr 1989 begann, im Herbst desselben Jahres in den berühmten Leipziger Montagsdemonstrationen gipfelte und schließlich das Ende des Staates DDR (1949-1990) bedeutete. Diese Tage und Wochen der bislang einzigen erfolgreichen und gewaltfreien deutschen Revolution werden im folgenden Beitrag jungen Gymnasiasten, die von diesen Ereignissen in der Regel nur wenig Detailkenntnisse haben, in ihrer Verlaufsdynamik vorgeführt und darüber hinaus mithilfe massenpsychologischer Ansätze erklärt. Auch wenn solche Analysen heute nicht mehr en vogue sind – aus der Sicht der heute fast ausschließlich empirisch vorgehenden psychologischen Schulen und Lehrmeinungen war Massenpsychologie noch nie eine echte Wissenschaft – vermag diese Betrachtungsweise doch durchaus überraschende Einsichten in die Hintergründe und Entwicklungsdynamiken dieser dramatischen Tage der jüngsten deutschen Geschichte zu geben.


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