Logo der Schulstiftung der Erzdiözese FreiburgSchulstiftung der Erzdiözese Freiburg
Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts
Artikel
Editorial
Auftrag und Chance einer katholischen Schule heute
Heimschule St. Landolin Ettenheim: Compassion – auch in der Schule
Internat der Heimschule St. Landolin Ettenheim: Lernen für das Leben in der Gemeinschaft
St. Ursula-Gymnasium Freiburg: Compassion – als europäisches Schulentwicklungspro jekt
St. Ursula-Schulen Hildastraße, Freiburg: Im Wandel der Zeiten
St. Ursula-Schulen Villingen: „Trabajo duro“ in Ocongate - St. Ursula-Schüler und -Lehrer unterwegs in Peru
Klosterschule v. Hl. Grab, Baden-Baden: Schulsanitätsdienst – Schüler helfen Schülern und Lehrkräften
Liebfrauenschule Sigmaringen: Das Schülerhaus der Liebfrauenschule
St. Raphael-Gymnasium Heidelberg: „Raphael-Kulturabend e“: von der Buergelmaschine und Nano-Welten
St. Raphael Realschule Heidelberg: Mädchen im Fach Technik – ein Erfahrungsbericht
Heimschule Lender: Mediation und Konfliktkultur
St. Dominikus-Gymnasium Karlsruhe: Wohnungselektrik im Pappkarton
St. Paulusheim Bruchsal: Pallottinische Schulseelsorge im Alltag
Heimschule Kloster Wald: Internat – Chance oder Strafe
Heimschule Kloster Wald: Das Handwerk an der Heimschule Kloster Wald
Heimschule Kloster Wald: Schulgottesdienste an der Heimschule
Ursulinen Gymnasium Mannheim: BerufsOrientierung BeO
Kolleg St. Sebastian, Stegen: In mir zuhause sein – Körper und Kontemplation
Klosterschulen Unserer Lieben Frau Offenburg: Ist Politik Männersache?
Kolleg St. Blasien: Macht Musik: Die A-Klasse macht Musik
Aus der Stiftungsschule in das Leben – Biografien ehemaliger Schülerinnen und Schüler
Der Klimawandel und seine Folgen aus der Perspektive der christlichen Ethik
Die Schulen der Schulstiftung widmen sich erfolgreich der Bewahrung der Schöpfung und werden mit mehreren Umweltpreisen ausgezeichnet
Lernen durch Engagement: Eine Unterrichtsmethode, die soziales und fachliches Lernen kombiniert
Wir schreiben ein Sonett Theorie und Praxis eines poetischen Verfahrens – inklusive Schreibwerkstatt
Mediation als Mission - Die weltpolitischen Dimensionen des Zweiten Vatikanischen Konzils
Aus den Stiftungsgremien und den Schulen, Jahresbericht 2008 der Gesamt-MAV
Neues auf dem Markt der Bücher
Autorinnen und Autoren von FORUM-Schulstiftung 50

FORUM - Schulstiftung

Mediation als Mission - Die weltpolitischen Dimensionen des Zweiten Vatikanischen Konzils

Roland Cerny-Werner, Rainer Gries

Über eine Stunde hatten der polnische Partei- und Regierungschef General Wojciech Jaruzelski und der polnische Papst unter vier Augen miteinander gesprochen – am 8. Juni 1987 im Schloss der Warschauer Könige. Johannes Paul II. war zu seiner dritten Visite in die Heimat gekommen. Die vatikanischen Chronisten werteten die Atmosphäre dieses Treffens als ausgesprochen „herzlich und ehrlich“.1 Das mag ein Grund dafür gewesen sein, dass der Heilige Vater seinem kommunistischen Gegenüber spontan vorschlug, das Besuchsprogramm durch eine weitere Unterredung zu ergänzen – ein sehr ungewöhnlicher Vorgang, denn das strenge vatikanische Protokoll lässt kurzfristig anberaumte Verabredungen gewöhnlich nicht zu. Die zusätzliche Aussprache fand denn auch am letzten Tag des Besuches statt. Der Pontifex Maximus und der kommunistische General ließen die Reise Revue passieren. Jaruzelski zeigte sich sehr angetan und charakterisierte den Besuch in Polen überraschend als „sehr schön“: Wiederum hatten Millionen dem Oberhaupt der Katholischen Kirche zugejubelt. Der Papst war vor Mitgliedern der verbotenen Gewerkschaft Solidarnosc aufgetreten und mit deren Wortführer Lech Walesa zusammen gekommen.

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