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Herzlich willkommen auf den Seiten der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg!

Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Schulstiftung und den von ihr getragenen Schulen und Internaten.

Auf diesen Seiten finden Sie eine Fülle von Informationen zum pädagogischen Konzept unserer Schulen, zu den an den einzelnen Standorten angebotenen Schularten, zu Leitung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Geschäftsstelle der Schulstiftung und den Schulen sowie vieles weitere mehr.

Besonders aufmerksam machen möchte ich Sie auf die hier zur Verfügung gestellte Online-Ausgabe unserer Zeitschrift FORUM-Schulstiftung.

Außerdem steht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf diesen Seiten ein umfangreicher Servicebereich zur Verfügung.

Eltern finden hier Informationen aus dem Bereich der Elternarbeit und zum Gesamtelternbeirat der Schulstiftung.

Im Stellenportal finden Sie die an den Schulen und in der Schulstiftung ausgeschriebenen Beschäftigungsmöglichkeiten. Lehrerinnen und Lehrer, die sich für eine Stelle an einer unserer Schulen interessieren, können sich direkt online bewerben.

Blättern Sie durch diese Seiten und gewinnen einen Eindruck was unsere Schulen prägt: Bildung und Erziehung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes mit dem Ziel mündiger Teilhabe am Leben von Gesellschaft und Kirche.


Dietfried Scherer
Stiftungsdirektor
Größte solarthermische Anlage der Region
Auf dem Gelände der Heimschule St. Landolin und angrenzend entsteht derzeit eine der größten solarthermischen Anlagen der Region.

Im Rahmen eines Vororttermins stellten Bürgermeister Bruno Metz, Eberhard Pfister, Direktor der Heimschule St. Landolin, Ralph Schwörer, stellvertretender Direktor der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg, Peter Blaser, Geschäftsführer der ratio energie GmbH und Martin Oswald für die Fernwärme Ettenheim den aktuellen Stand der Bauarbeiten vor.

Die Fernwärme Ettenheim errichtet östlich des Heimschulareals auf dem Myßberg eine rund 1800 qm große Sonnenkollektorenfläche. Mit der neuen Anlage und der Holzhackschnitzelheizung sollen nahezu 100 % Prozent der Wärmeversorgung der Heimschule St. Landolin, des angrenzenden Wohngebiets „Quartier am Ettenbach“ und weiterer Gebäude entlang der Otto-Stoelker-Straße CO2-neutral geleistet werden. Wie Schulleiter Eberhard Pfister informiert, können dadurch 225 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr eingespart werden. Angesichts des Leitbildes der Heimschule, die Jugendliche dazu erziehen möchte, Verantwortung für die Zukunft der Gesellschaft zu übernehmen und sich dabei auch für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen, ist die umweltfreundliche Energieversorgung der Schule ein wichtiges Element. Unterstützt wird dieses Engagement durch den Schulträger, die Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg. Deren Stellvertretender Direktor Ralph Schwörer betont, dass diese Anlage ein weiterer Schritt in Richtung klimaneutrale Diözese 2030 ist.

Bürgermeister Metz sieht in der neuen Solaranlage einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und einen weiteren Mosaikstein im Bemühen der Stadt Ettenheim um eine nachhaltige Energieversorgung.

Mit dem Projekt betritt die Fernwärme Ettenheim in dieser Größenordnung komplettes Neuland, erklärt Geschäftsführer Peter Blaser. Im mittelbadischen Raum gibt es kein vergleichbares Projekt in dieser Dimension, so Peter Blaser. Der Erwerb der Aufstellflächen für die Solaranlage war dank der Kooperationsbereitschaft der Grundstückseigentümer kurzfristig möglich, hebt Martin Oswald hervor. Das Zusammenwirken der drei Gesellschafter, Stadt Ettenheim, Schulstiftung und ratio energie ist auch bei diesem Vorhaben vorbildlich, lobt Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz.

Seit über 20 Jahren versorgt die Fernwärme Ettenheim die Heimschule und das Quartier am Ettenbach mit klimafreundlicher Energie. Dank der Kooperation der Stadt Ettenheim und der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg mit der ratio energie als Planungsbüro und geschäftsführender Gesellschafter wird seither die Heimschule St. Landolin mit Internat, Sporthalle und Hallenbad sowie rund 200 Haushalte im benachbarten Wohngebiet über ein Blockheizkraftwerk und eine Heizanlage mit Hackschnitzeln mit klimafreundlicher Energie versorgt. Zuvor wurden alleine in der Heimschule jährlich etwa 500 000 Liter Heizöl verbrannt – heute wird mit derselben Wärmemenge das gesamte Quartier inkl. der Heimschule mit Wärme versorgt, allerdings mit Holz und damit erheblich umweltfreundlicher. Mit den Jahren wurden weitere Gebäude wie z.B. ein Pflegeheim, zwei betreute Wohnanlagen sowie die Wohngebäude im Stoelkergarten und Gewerbebetriebe an das Netz angeschlossen, das mittlerweile ein Gebiet von 3,6 km außerhalb des Schulgeländes umfasst.

Die solarthermische Anlage soll künftig das in die Jahre gekommene BHKW ersetzen und die weiterhin bestehende Wärmeerzeugung aus einem Holzhackschnitzelkessel und zwei Öl-Spitzenlastkessel ergänzen. Bisher wurden rund 82% der benötigten Wärme über Holzenergie und 14% über das Gas-Blockheizkraftwerk gedeckt. Nur in Notfällen, bei Wartungsarbeiten und sehr niedrigen Außentemperaturen wurden die beiden Öl- Spitzenlastkessel eingesetzt (4%).

Die Solarthermieanlage soll hauptsächlich den sommerlichen Wärmebedarf decken und die Heizleistung des BKHW in den Sommermonaten ersetzen; der Holzheizkessel ist während der Sommermonate abgeschaltet. So werden durch die Solarthermieanlage Treibhausgasemissionen eingespart.

Als Generalunternehmer für die komplette Solaranlage inklusive der beiden Pufferspeicher wurde im Rahmen eines Bieterverfahren mit internationaler Beteiligung die finnische Firma Savosolar Oyi ausgewählt. Dieses Unternehmen ist seit Jahren darauf eingerichtet, europaweit Großprojekte durchzuführen.

Installiert werden in Ettenheim 112 Hochleistungs-Flachkollektoren, die in 14 Kollektorenreihen aufgeteilt sind. Die Kollektoren wurden in Finnland in einem innovativen Verfahren hergestellt und entsprechen höchsten Industriestandards.

Wie Peter Blaser erläutert, erzeugt die Solaranlage bei hoher Sonneneinstrahlung mehr Wärme als im Netz benötigt wird; diese Wärme wird in zwei 100 m³ großen Pufferspeichern gespeichert und steht dann zur Überbrückung von Betriebszeiten ohne ausreichenden Solarertrag zur Wärmeversorgung zur Verfügung. In umfangreichen Computer-Simulationen wurde ein ausgewogenes und wirtschaftliches Verhältnis von Solaranlagengröße, Pufferspeichervolumen und Wärmebedarf ermittelt.

Mit den Arbeiten wurde Ende August begonnen. Die Kollektoren wurden bereits geliefert; die beiden Pufferspeicher sollen Anfang Dezember aufgestellt werden. Aufgrund des Schulbetriebs werden die Anlieferung und Aufstellung der großen Pufferspeicher eine besondere Herausforderung für die Techniker, da dieser so wenig wie möglich beeinträchtigt werden sollte. Über den Winter wird die Solaranlage dann komplettiert, sodass ab Frühjahr 2020 die Kraft der Sonne direkt ins Fernwärmenetz von Ettenheim eingespeist werden kann und die angeschlossenen Schul-, Gewerbe- und Wohngebäude mit regenerativer Energie versorgt werden können.

In die gesamte Maßnahme werden rund 1,3 Millionen Euro investiert. Die Fernwärme Ettenheim erhält hierfür eine Förderung in Höhe von 525.000 Euro von der KfW.