FORUM.direkt (07/25)

Schulstiftung Freiburg Eis in Vitrine

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zum Schuljahresende einfach mal: Danke.

Danke für Ihren Einsatz, Ihre Geduld, Ihre Ausdauer. Für alles, was Sie tagtäglich leisten – oft unter hohem Druck, und doch mit Geduld, Ideen – und oft auch mit einem Augenzwinkern. Das macht unsere Schulen zu dem, was sie sind.

In diesem Jahr ist viel passiert. Mit AI Horizon haben wir begonnen, uns dem Thema Künstliche Intelligenz offen, aber auch kritisch zu nähern. Ein spannender Weg, auf dem wir gemeinsam lernen – und auf den ich stolz bin, der Abschlussgipfel vor ein paar Tagen in St. Blasien war der Höhepunkt des Projekts.

EDU 360° entwickelt sich stetig weiter – in Konzept und Praxis. Und mit Florian Schwarz, der neu ins Referat Cloud Computing gewechselt ist, gewinnen wir wertvolle Expertise für diesen Bereich. Herzlich willkommen!

Was uns auch in diesem Infobrief beschäftigt, ist ein Thema, das über Digitalisierung hinausgeht – und uns im Kern als kirchliche Schulen betrifft: die Bewahrung der Schöpfung. Nachhaltigkeit ist kein Zusatzthema, sondern Teil unseres Bildungsauftrags. Umso schöner zu sehen, wie viele Schulen hier bereits mit Kreativität und Engagement handeln – und das Bewusstsein dafür in der Schulgemeinschaft stärken.

Im Format „Drei Fragen an …“ lernen wir diesmal Jakob von Au näher kennen – und beim Treffen der fnlp-Teams in Rastatt wurde deutlich, wie stark das Netz der Zusammenarbeit inzwischen geworden ist. Es ist erstaunlich, wie viel gegenseitige Unterstützung, Inspiration und Energie in unserer Stiftung steckt.

All diese Entwicklungen wären ohne Sie nicht denkbar. Denn was unsere Schulen trägt, sind nicht Programme oder Projekte – es sind Menschen wie Sie, die täglich mit Überzeugung und Engagement arbeiten.

Jetzt ist Zeit, durchzuatmen. Ich wünsche Ihnen erholsame Ferien, Zeit für sich, für Familie und Freunde – und möglichst oft ein Eis in der Hand, die Sonne im Gesicht und den Kopf ganz woanders.

Kommen Sie gut durch den Sommer!

Viele Grüße
Patrick Krug

Zukunftsforum fair.nah.logisch. – pädagogisch: Die zweite Zertifizierungsrunde in Rastatt

Beim Zukunftsforum fair.nah.logisch. – pädagogisch in Rastatt kamen in diesem Jahr Teams aus allen Stiftungsschulen zusammen – mit im Gepäck: ihren Entwicklungsbaum. Ein Symbol, das nicht nur die Ziele der Schulstiftungsgemeinschaft sichtbar macht, sondern auch zeigt, was jede Schule schon geschafft hat.
Anders als bei starren Zertifizierungen geht es bei fair.nah.logisch. – pädagogisch nicht darum, einfach Häkchen zu setzen. Jede Schule entscheidet selbst, wo sie gemäß den Kriterien steht und wo sie wachsen will – im eigenen Tempo, mit Blick auf das, was vor Ort Sinn macht.

„Diese zwei Tage hier in Rastatt sollen auch die Vernetzung zwischen den Schulen fördern. Sie sollen Inspiration durch gute Ideen geben und Vergleichbarkeit zwischen den Schulen schaffen. Es gilt also, einerseits kritisch auf die Bemühungen der gesamten Stiftungsgemeinschaft zu schauen – aber auch wohlwollend auf all die erfolgreichen Projekte an den Standorten“, erklärte Stiftungsdirektor Patrick Krug.

Besonders spannend war in diesem Jahr der Perspektivwechsel:
Mit drei verschiedenen „Hüten“ haben die Teilnehmenden bewusst die Rollen gewechselt –
Die Wollmütze stand für den Alltag in den AGs oder im Lehrerzimmer, die Baseballcap für die fnl-p-Teams mit dem Blick aufs große Ganze am eigenen Schulstandort, und der „seriöse“ Hut für die Kommissionssicht auf die Entwicklungsziele und Kriterien.

Ein thematischer Fokus lag dieses Jahr auf dem Naturerleben – also der Frage: Wie machen wir Natur als Lernraum erfahrbar? Außerdem konnten alle Teilnehmenden den „Praxis-Führerschein“ fürs Klima-Puzzle-Spiel machen – ein Input von den beiden Lehrkräften Jakob von Au und André Braun.
Unsere Kooperationspartner Eva Jerger (Fair-Trade-Diözese) und Jürgen Wurth (BDKJ) begleiteten das Zukunftsforum ebenso wie der neu konstituierte fnl-p-Beirat mit den Schulleitern Marco Cataldo, Michael Kerstholt und Stefan Kohnert.

Ein großes Dankeschön an die Tagungsleitung Miriam Link und Christoph Klüppel – ihr habt einen tollen Job gemacht.

Was bleibt?
Ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Viele neue Impulse. Und die Erkenntnis:
Nachhaltige Schulentwicklung lebt vom Mitmachen. Vom Miteinander.

Drei Fragen an Jakob von Au...

BNE-Beauftragter der Schulstiftung und Lehrer an den St. Raphael-Schulen in Heidelberg.

1. „Nachhaltigkeit“ ist ein großes Wort. Was bedeutet Bildung für nachhaltige Entwicklung für Sie ganz konkret – und was soll sie im Schulalltag bewirken?

BNE bedeutet für mich in erster Linie „weitsichtig denken und handeln“. Weitsichtig heißt, dass nicht nur das Hier und Jetzt, sondern auch andere Räume und Zeiten in unserem alltäglichen Handeln eine zentrale Rolle spielen. Das fällt in einem eng getakteten Alltag – gerade auch in der Schule – oft nicht leicht. Man sieht häufig den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Dabei ist es so erfüllend, wenn man den Blick für das Größere bewahrt, sich nicht in Kleinigkeiten verliert und immer wieder fragt, was denn die entscheidenden Dinge mit Blick in die Zukunft sind. Das heißt jedoch nicht, dass kleine Dinge keine Rolle spielen. Jede noch so kleine Initiative und jeder noch so kleine Gedanke im Schulalltag, der über das Hier und Jetzt hinausreicht und das Gemeinwohl und die Umwelt mit einschließt, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft. Ein Ziel kann es sein, dass eine solche „Weitwinkelperspektive“ im Schulalltag bei jeder Entscheidung, egal ob es zum Beispiel um den Unterricht, um eine Klassenfahrt oder um das Schulgelände geht, erste Priorität hat.

2. Sie sind der erste BNE-Beauftragte der Schulstiftung. Wie gestalten Sie diese neue Rolle, welche Impulse möchten Sie setzen – und wo sehen Sie besondere Chancen oder Herausforderungen?

Ich bin sehr dankbar dafür, dass die Schulstiftung diesen Schritt geht und BNE damit ein großes Gewicht verleiht – gerade in diesen herausfordernden Zeiten. Ich werde als BNE-Beauftragter alles dafür tun, BNE in der Schulstiftung weiter mit Leben zu füllen. Wenngleich man angesichts der riesigen Herausforderungen wie menschlichem (Kriegs-)Elend, Klima- oder Biodiversitätskrisen manchmal das Gefühl hat, als Einzelner kaum etwas ändern zu können, möchte ich Hoffnung und Zuversicht ausstrahlen. In allen Veranstaltungen, die wir für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulleitungen anbieten werden, soll eine optimistische Perspektive dominieren und die große gesellschaftliche Transformation, vor der wir stehen, soll als etwas Positives und Erstrebenswertes erlebt werden können. Besonders wichtig ist mir, dass BNE als erste Leitperspektive unseres Bildungsplans von Lehrkräften nicht als lästiges Add-on oder als langweiliges Pflichtprogramm empfunden wird. BNE soll stattdessen als spannende „neue“ Perspektive auf Schule und Unterricht erlebt werden, vom Nachhaltigkeitswettbewerb über den Schulwald bis hin zur hervorragenden fair.nah.logisch-pädagogisch-Initiative unserer Schulstiftung, die meine Kollegen Christoph Klüppel und Joachim Nebel mit viel Herzblut entwickelt haben. Und gerade an unseren Stiftungsschulen kann Nachhaltigkeit wunderbar mit einer Reflexion über christliche Werte und die Bewahrung der Schöpfung verknüpft werden.

3. Was motiviert Sie, sich in diesem Bereich zu engagieren – und was bringen Sie aus Ihrer bisherigen Arbeit für Ihre neue Aufgabe mit?

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Bildung der wichtigste Schlüssel zur Bewältigung der gegenwärtigen Nachhaltigkeitskrise ist. Mit Bildung meine ich dabei weit mehr als nur Auswendiglernen und (kognitiv) Reproduzieren. Kinder müssen zum Beispiel wieder mehr Naturerfahrungsmöglichkeiten – auch in der Schule – bekommen und sich bewusst werden, dass wir ein Teil von Natur sind und uns selbst am meisten schaden, wenn wir die (nichtmenschliche) Natur ausbeuten. Das gilt im Übrigen für Erwachsene gleichermaßen. Ich habe in meiner Arbeit mit Kindern an der Schule, mit Lehramtsstudierenden an der Universität und mit Kolleg:innen in Lehrkräftefortbildungen bisher häufig die Erfahrung gemacht, dass Umweltbildung und Nachhaltigkeit zunächst oft eher unliebsame Themen sind, die dann aber im gemeinsamen Erleben, Reflektieren und Gestalten zu sinnvollen, wertgeschätzten Themen werden. Das motiviert mich immer aufs Neue und deshalb freue ich mich sehr auf die neuen Aufgaben als BNE-Beauftragter unserer Schulstiftung.

von Au, Jakob 2020 Kopie

Missio canonica wurde an fünf unserer Lehrkräfte verliehen

Im Rahmen einer feierlichen Eucharistiefeier im Freiburger Münster haben am vergangenen Freitag insgesamt 100 Religionslehrkräfte aus der Erzdiözese Freiburg ihre Missio canonica erhalten – darunter auch fünf Lehrkräfte, die künftig an Schulen der Schulstiftung unterrichten: an der St. Landolin Schule in Ettenheim und den St. Ursula Schulen in Villingen.

Die Missio ist die kirchliche Beauftragung, katholischen Religionsunterricht zu erteilen – und weit mehr als ein formaler Akt. Weihbischof Dr. Peter Birkhofer erinnerte in seiner Predigt daran, dass dieser Auftrag ein öffentliches Ja zu einem bedeutsamen Dienst sei: „Es ist ein Glaubensbekenntnis. Es ist ein Ruf in die Tiefe der Welt.“

„Gerade an unseren Schulen in kirchlicher Trägerschaft hat der Religionsunterricht einen festen Platz. Er eröffnet Räume für persönliche Orientierung, für die Auseinandersetzung mit der Gottesfrage, mit Sinn und Verantwortung“, erklärt Stiftungsdirektor Patrick Krug, der bei der Verleihung anwesend war und den neuen Lehrkräften Glück- und Segenswünsche für ihren Weg überbrachte.

Wir danken ihnen für ihre Bereitschaft, diesen wichtigen Dienst zu übernehmen, und wünschen einen guten Start an unseren Schulen!

Schulstiftung Freiburg Verleihung Missio

Verstärkung für unsere Digital-Abteilung

Wir freuen uns sehr, Florian Schwarz als neues Teammitglied im Referat Cloud Computing der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg begrüßen zu dürfen.

Er übernimmt die Verantwortung für den Betrieb unserer neuen Cloud-Lösung – ein zentraler Baustein unseres Projekts EDU 360°.

Florian Schwarz bringt nicht nur technisches Know-how mit, sondern auch ein klares Ziel:
„Mir ist wichtig, dass digitale Lösungen im Schulalltag echten Mehrwert schaffen – im Unterricht und darüber hinaus. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern das Lernen digital voranzubringen und meine technischen Erfahrungen einzubringen.“

Herzlich willkommen im Team – wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit für zukunftsfähige Schulen!

Schulstiftung Freiburg Florian Schwarz

AI Horizon – Schülerinnen und Schüler der Schulstiftung Freiburg gestalten Bildung mit KI aktiv mit

Wie gehen wir an unseren Schulen mit Künstlicher Intelligenz um? Welche Chancen bietet sie für das Lernen? Wo müssen wir bewusst Grenzen ziehen? Und welche Verantwortung trägt Schule, wenn technologische Entwicklung schneller ist als gesellschaftlicher Konsens? Mit diesen Fragen haben sich in den vergangenen Monaten Schülerinnen und Schüler aus den Stiftungsschulen im Rahmen des Projekts AI Horizon beschäftigt. Was im September 2024 in Seminarkursen und Arbeitsgemeinschaften begann, fand nun vom 10. bis 12. Juli 2025 seinen gemeinsamen Abschluss in Sankt Blasien – mit einem dreitägigen Arbeitstreffen, das Austausch, Diskussion und die Formulierung einer gemeinsamen Resolution miteinander verband.

Der Auftakt am Donnerstagabend gab den Ton vor: Die Teilnehmenden präsentierten erste Projektergebnisse im Festsaal des Kollegs. Was die Jugendlichen im Lauf des Jahres erarbeitet hatten, war beachtlich – durchdacht, differenziert und geprägt von einer großen Ernsthaftigkeit im Umgang mit den ethischen, pädagogischen und gesellschaftlichen Fragen rund um KI. Der Tagesabschluss im Dom bot Raum zur Reflexion und Einstimmung.

Am Freitag wurde es konkret. Nach einem gemeinsamen Start im Plenum arbeiteten die Jugendlichen in vier thematischen Ausschüssen weiter – begleitet von Lehrkräften und dem Projektteam. Ein digitaler Austausch mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Bildung brachte zusätzliche Perspektiven ein. In den Arbeitsphasen wurde intensiv diskutiert, formuliert, gestrichen, neu gedacht. Der Tag klang bei einem Abendessen im Innenhof aus.

Am Samstagvormittag wurden die Ergebnisse im Festsaal vorgestellt. Lesungen einzelner Abschnitte der Resolution, die Ergebnisse der vier Ausschüsse, wurden Satz für Satz, Abschnitt für Abschnitt gelesen und abgestimmt. Manches wurde noch verändert oder eingefügt, wenige Abschnitte haben es nicht in die Abschlusstext geschafft. Die so vom Plenum des Schülerparlaments verabschiedete Resolution wurde dann im Anschluss virtuell an Stiftungsdirektor Patrick Krug und an die UNESCO überreicht.

In der Resolution fordern die Schülerinnen und Schüler, den Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Schule nicht länger aufzuschieben. KI sei längst Teil ihres Alltags – nun müsse Schule den Rahmen schaffen, um einen souveränen und verantwortungsvollen Umgang damit zu erlernen. Das Papier schlägt unter anderem regelmäßige Workshops zur kritischen Medienkompetenz vor – mit Fokus auf Datenverantwortung, Kennzeichnung von KI-Nutzung und altersgerechter Aufklärung über Funktionsweise und Risiken. Auch Lehrkräfte müssten Zeit und Raum zur Auseinandersetzung bekommen. Gefordert werden gezielte Fortbildungsangebote, die pädagogisches Handeln im Kontext von KI stärken.
Ein weiterer Punkt betrifft die technische Ausstattung. Die Jugendlichen wünschen sich einheitliche schulische Endgeräte – als Beitrag zu mehr Chancengleichheit, aber auch zur pädagogisch begleiteten Nutzung von KI-Anwendungen. Eine altersdifferenzierte Öffnung bestimmter Tools wird ebenso angeregt wie deren konsequente ethische Reflexion. Auch das Lernen im Diskurs soll gestärkt werden: Debattenformate – etwa im Fach Medienbildung – können helfen, digitale Mündigkeit zu fördern. Die Stimme der Schülerschaft müsse in diesen Prozessen gehört werden. Nicht zuletzt wird der Ausbau der digitalen Infrastruktur, insbesondere der WLAN-Versorgung, als notwendige Grundlage für all das benannt.

Stiftungsdirektor Patrick Krug zeigte große Wertschätzung für das Engagement der Jugendlichen und unterstrich zugleich die strategische Bedeutung des Themas für die Schulstiftung. „Wir erleben alle gerade die transformative Kraft von Künstlicher Intelligenz in Wirtschaft und Gesellschaft – und eben auch in der Schule. Das Thema KI ist bereits jetzt viel mehr Teil eures Alltags als Schülerinnen und Schüler, als sich das manche Schulbehörde vorstellen kann“, so Krug. Mit Blick auf die Entwicklungen der letzten Jahre betonte er: „Spätestens mit dem breiten Start von ChatGPT war klar: Wir müssen uns diesem wichtigen Thema stellen, um unserem Bildungsauftrag heute und auch morgen gerecht zu werden.“
Entscheidend sei, so Krug weiter, die Auseinandersetzung auf der Basis christlicher Werte zu führen: „In einem Bereich, in dem Regulierung und gesellschaftliche Debatte mit der technischen Entwicklung nicht Schritt halten können, ist es unabdingbar, zügig, mit großer Umsicht und gemeinsam mit allen Beteiligten aktiv zu werden. Wohl dem, der dabei auf ein solides Wertefundament zur Orientierung zurückgreifen kann.“ Er versprach, die übergebene Resolution sorgfältig zu prüfen und in die Arbeit an EDU360°, dem Digitalisierungsprojekt der Schulstiftung, einzubeziehen. Dort sollen künftig auch sichere, pädagogisch durchdachte KI-Lösungen angeboten werden – nicht als Selbstzweck, sondern als Beitrag zur grundlegenden Frage: Wie wollen wir in Zukunft lernen?

Krug dankte allen Beteiligten für ihr Engagement – den Schülerinnen und Schülern für ihre Perspektiven, den Lehrkräften für ihre Begleitung und dem Projektteam, insbesondere Kai Stenull vom Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP), für Konzeption und Umsetzung von AI Horizon.
AI Horizon war jedoch weit mehr als dieses Abschlusswochenende. Es war ein Schuljahr voller Auseinandersetzung, Fragen, Perspektivenwechsel und gemeinsamer Verantwortung.

Das Projekt hat gezeigt, was möglich ist, wenn Schülerinnen und Schüler eingebunden werden. Ein wesentliches Element war dabei die AI Horizon-App – ein KI-gestützter Lernassistent, der die Jugendlichen im Alltag begleitet, kritische Medienkompetenz stärkt und ethische Fragestellungen greifbar macht. Entwickelt wurde die App gemeinsam mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern, Universitätspartnern und dem aihorizon R&D-Team.
Technologisch basiert sie auf der sicheren Microsoft Azure-Umgebung – und steht beispielhaft für den Anspruch, KI nicht nur zu nutzen, sondern verantwortungsvoll, pädagogisch fundiert und wertebasiert in die Bildung zu integrieren.
AI Horizon ist damit Teil einer größeren Vision: Es zeigt, wie Schule im digitalen Wandel gelingen kann – dialogisch, interdisziplinär und mit Haltung. Und es macht deutlich, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur Zielgruppe, sondern aktive Mitgestaltende dieser Zukunft sind.

Dritter digitaler Fachtag der Präventionsfachkräfte

Am 25. Juni fand zum dritten Mal der Online-Fachtag der Präventionsfachkräfte der Schulen der Schulstiftung statt. Im Fokus stand die sogenannte Loverboy-Methode – eine Form der emotionalen Manipulation, bei der junge Frauen gezielt in Abhängigkeit gedrängt und ausgenutzt werden.

Als Referentinnen konnten Beate Huschka und Yvonne Stecher von der Fachberatungsstelle FreiJa – Aktiv gegen Menschenhandel (Diakonisches Werk Freiburg) gewonnen werden. Inhalte des Fachtags waren neben den Strategien und Mechanismen dieser Methode vor allem Handlungsstrategien und Interventionsmöglichkeiten bei Verdachtsfällen.

In Kleingruppen wurden konkrete Fallbeispiele bearbeitet und danach im Plenum diskutiert.
Im Anschluss blieb Raum für Austausch unter den Teilnehmenden: Was konnte im vergangenen Schuljahr an den Schulen im Bereich Prävention umgesetzt werden? Was lief gut – und wo gab es Stolpersteine?

Susanne Fischer bedankte sich bei den Präventionsfachkräften für ihr Engagement: Neben der Weiterentwicklung der institutionellen Schutzkonzepte standen im vergangenen Jahr vor allem Schulungen im Kollegium im Mittelpunkt – mit dem Ziel, sensibel und ansprechbar zu sein, wenn sich Kinder oder Jugendliche anvertrauen.

Dass das Team inzwischen auf 30 Präventionsfachkräfte an 14 Stiftungsschulen angewachsen ist, zeigt die hohe Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und Prävention gegen sexualisierte Gewalt aktiv zu gestalten. Ein wichtiger Baustein bleibt der kollegiale Austausch – denn gemeinsame Reflexion ist oft der erste Schritt zu gutem Handeln.

Zweimal jährlich findet ein solcher Fachtag statt. Themen wie der Umgang mit traumatisierten Kindern oder Peergewalt wurden bereits behandelt – immer mit dem Ziel, Fachwissen zu stärken und Handlungssicherheit zu fördern.

Schulstiftung Freiburg Fachtag Prävention

Fortbildungen der Schulstiftung - Ausblick

In den kommenden Monaten organisiert die Schulstiftung wieder spannende Fortbildungen.

Onboarding: Fortbildungsseminar für neu eingestellte Kolleginnen und Kollegen

Tagungsort: Geistliches Zentrum St. Peter

Referentinnen und Referenten:
Joachim Nebel und Christoph Klüppel, Referenten für Grundsatz, Pädagogik und Schulentwicklung bei der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg
Sonja Haag und Susanne Fischer, Beauftragte für Prävention und Intervention bei der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg

Termin I:
08. – 10.10.25

Termin II:
10. – 12.11.25

Termin III:
03. – 05.12.25.

Die Einladung erfolgt über die Schulstiftung.

Fachtag: Motivieren und Ziele erreichen…aber wie? Ressourcen aktivieren mit dem ZRM® und KI in Beratung, Pädagogik und Organisationen

Datum: 15. November 2025

Ort: St. Ursula Gymnasium Freiburg

Referentin: Dr. Maja Storch, ist eine international anerkannte Psychologin, Autorin und Mitbegründerin des Zürcher Ressourcen Modells (ZRM®). Sie ist Inhaberin und wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Selbstmanagement und Motivation Zürich (ISMZ).

Tagungsleitung: Dr. Klaus Ritter

Kosten: Die Teilnahmegebühr von 50 Euro entfällt für Lehrkräfte der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg

Inhalt:
In unserer komplexen und unsicheren Welt ist Motivation ein Schlüssel zu Wohlbefinden und Erfolg. Motivierte Menschen sind engagierter, kreativer und erreichen bessere Ergebnisse.
Organisationen entwickeln Visionen und smarte Ziele. Schulen haben Leitbilder und Jahrespläne. In der Beratung werden Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung erarbeitet.
Wieso entfachen diese Zukunftsbilder kein Motivationsfeuer? Warum ist es so schwer, das, was vom Verstand her plausibel klingt, in der Praxis umzusetzen?

Maja Storch gibt Antworten auf diese Fragen und stellt eine neue Technik vor, die auf der Theorie des Zürcher Ressourcen Modells ZRM® gründet.
Tauchen Sie ein in einen inspirierenden Tag voller Erkenntnisse und praxisnaher Strategien, Motivation zu ermöglichen und Selbstleitung zu fördern – bei sich selbst und bei anderen.

Weitere Informationen – auch zur Anmeldung – finden Interessierte hier: Fachtag

Schulstiftung Freiburg Fortbildungen Tafel