Aus Verantwortung für kommende Generationen am St. Paulusheim.

Schulstiftung Freiburg Visualisierung Paulusheim

Nach knapp 110 Jahren haben sich die Pallottiner vor rund eineinhalb Jahren vom Klosterberg in Bruchsal zurückgezogen. Mit dem Weggang des Ordens stellt sich seitdem die Frage, wie es mit den Gebäuden des St. Paulusheims weitergeht, zumal ein großer Teil der Gebäude das Gymnasium St. Paulusheim beheimatet.

Erste Ideen wurden nun dem Kollegium sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Bruchsal präsentiert. Dabei waren unter anderem Stiftungsdirektor Patrick Krug, Pater Rainer Schneiders, der Ökonom der Pallottiner, sowie Architekt Raimund Maschita.

Die Provinzleitung der Pallottiner hat sich dazu entschlossen, der Schulstiftung jene Teile des St. Paulusheims Bruchsal zu schenken, in denen sich die Räumlichkeiten des Gymnasiums befinden. „Dieser Schritt der Pallottiner ist ein Vertrauensbeweis und zugleich eine große Verantwortung“, sagt Patrick Krug. „Sie ermöglicht es uns – sofern die rechtlichen Voraussetzungen mit der Stadt und den zuständigen Behörden geklärt sind – den Schulstandort baulich neu zu ordnen und an die Anforderungen eines modernen Schulbetriebs anzupassen.“

Neben der geplanten Schenkung ist vorgesehen, jene Gebäudeteile zu veräußern, die bis Sommer 2024 als Wohnbereich der örtlichen Kommunität genutzt wurden. Derzeit befinden sich Küche und Speisesaal der Schule noch in diesem Teil des Altbaus. Um perspektivisch einen Neubau im Innenhof realisieren zu können, soll die Schulstiftung einen Teil des Verkaufserlöses erhalten.

Mit der Kombination aus Schenkung, strategischem Verkauf und einem möglichen Neubauprojekt soll langfristig eine tragfähige Lösung entstehen, die den Fortbestand der Schule sichert und ihre Attraktivität weiter stärkt. Die Schenkung ist dabei mehr als ein formaler Akt; sie ist ein Zeichen des Vertrauens in die Bildungsarbeit der Schule und in die Verantwortung der Schulstiftung.

Derzeit ist angedacht, Aula und Speisesaal neu zu errichten und künftig zentral im Schulareal zu verorten. Sie könnten die „Neue Mitte“ der Schule bilden und Raum für Unterrichtsalltag, Begegnung und Veranstaltungen bieten. Ein neues Gebäude bietet die Chance, neben einem klaren und einladenden Eingangsbereich ein echtes Zentrum der Begegnung zu schaffen.

Die bisherigen Gespräche waren von großer Offenheit und einem gemeinsamen Interesse an der Zukunft der Schule geprägt.