Eine Brücke in die Schulentwicklung.

Schulstiftung Freiburg Dialog Sig Stellwand

Wie kann Schulentwicklung gelingen? Indem man miteinander spricht – nicht übereinander. An der Liebfrauenschule Sigmaringen fand deshalb nun nach der Evaluation eine Dialogveranstaltung mit dem Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP) statt. Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitung und Schulstiftung kamen dabei miteinander ins Gespräch: über Stärken der Schule, Herausforderungen und konkrete Entwicklungsperspektiven.

Das ZIP-Verfahren ist seit vielen Jahren erprobt. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Frage, wie eine Schule bewertet wird, sondern vor allem, was anschließend mit den Ergebnissen geschieht. Die Dialogveranstaltung schafft dafür einen wichtigen Raum: Hier kommen die Menschen zusammen, die Schule jeden Tag gestalten.

Besonders erfreulich war die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Sie brachten zahlreiche Ideen und Anregungen ein und machten deutlich, wie aufmerksam sie ihre Schule wahrnehmen. Themen wie ein respektvoller Umgang miteinander, Wertschätzung, Notentransparenz, Kommunikation und die Sauberkeit der Schulräume wurden offen diskutiert.

Die Dialogveranstaltung ist dabei eine Brücke in die Schulentwicklung. Denn aus einer Evaluation sollen konkrete Schritte entstehen: Arbeitsgruppen bilden sich, Themen werden aufgegriffen, Ziele vereinbart. In der Dialogveranstaltung wurde allen, die das Schulleben gemeinsam gestalten, schließlich klar: „Was nicht geht, ist, dass nichts geht!“. Jede und jeder trägt einen Teil der Verantwortung und hat Möglichkeiten, die Weiterentwicklung der Schule positiv zu gestalten. Nicht nur Lehrkräfte, bei denen die Schul- und Unterrichtsentwicklung Teil des Aufgabenspektrum ist, sind gefragt, wenn es um die (Liebfrauen-)Schule der Zukunft geht, sondern eben auch Eltern sowie Schülerinnen und Schüler.

Wichtig ist dabei auch die gemeinsame Verantwortung: Schulleitung und Schulstiftung reflektieren die vereinbarten Entwicklungsziele zusammen und schauen nach einiger Zeit erneut darauf: Was hat sich bewegt? Wo braucht es weitere Schritte? Die Schulstiftung versteht sich dabei nicht nur als Begleiterin, sondern stellt sich selbst den Rückmeldungen und ihrer Verantwortung im Prozess.

Die Liebfrauenschule gehört nach Baden-Baden und Sasbach zu den ersten Schulen der Schulstiftung, die diesen Weg gegangen sind. In den kommenden Jahren werden alle Schulen der Schulstiftung das ZIP-Verfahren durchlaufen. So entsteht die Chance innerhalb der Stiftungsgemeinschaft, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und Schulentwicklung gemeinsam weiterzudenken.