Wie kann man Nachhaltigkeit lebendig machen? Vielleicht, indem man Hartmut Rosa für eine Fortbildung gewinnt? Zumindest ist dann Resonanz garantiert, und die zeigte sich bei dieser Veranstaltung nicht nur in Form von großem Andrang und hohen Anmeldezahlen.
Das Caritas Tagungszentrum in Freiburg bot einen wunderbaren Nährboden für anderthalb Fortbildungstage, die vielen der 35 Teilnehmenden aus mehreren Gründen nachhaltig in Erinnerung bleiben werden. Zum einen war da natürlich der Hauptreferent Hartmut Rosa, der für Viele das Highlight der Tagung war. Die Erwartungen an ihn waren groß, und er konnte wahrscheinlich alle davon erfüllen. In seiner unnachahmlichen Art gelang es ihm im Eröffnungsvortrag nicht nur, anschauliche und gut nachvollziehbare Brücken zwischen den Themen Resonanz, Situation, Konstellation und Nachhaltigkeit herzustellen. Es gelang ihm vor allem auch, Nähe und Anverwandlung herzustellen. Alle Teilnehmenden tauchten tief in die Themen ein, verwandelten sich selbst und die Welt dabei mutmaßlich ein kleines Stück und hätten sicherlich gerne noch weit über die anschließende Diskussionsrunde hinaus Fragen gestellt.
Zum anderen war da aber auch Wolfgang Endres als zweiter Hauptreferent, der – im letzten Praxisblock der Tagung zusätzlich noch von Konrad Scheib unterstützt – mit seiner großen Erfahrung und seiner ruhigen, angenehmen Art viele eindrückliche Impulse setzte. In drei Praxisblöcken gelang es ihm, die Themen Resonanz und Nachhaltigkeit von ganz neuen Seiten zu beleuchten. Anhand von vielen anschaulichen Beispielen zeigte er, wie man sperrige Themen durch einen Perspektivwechsel und durch viel positive Energie für Lernende lebendig machen kann, wie man – geich einem Rollkoffer – manchmal nur zwei Dinge zusammenfügen muss und dadurch Neues schaffen kann, wie man „mit eigener Note kopieren“ kann und wobei einem im Unterricht beispielsweise ein Resonanzkompass oder Lernlandkarten helfen können.
Die anderthalb Tage vergingen wie im Flug, werden jedoch bei allen Beteiligten lange nachhallen. Es wurden nicht nur Methoden innerhalb und außerhalb von gebauten Räumen erprobt und Lern- und Nachhaltigkeitschancen und -herausforderungen diskutiert, es wurde vor allem auch ein Raum geschaffen, der zum Nach- und Weiterdenken anregt – weit über die Tagung hinaus. Dafür gebührt allen überaus engagierten Teilnehmenden und Referenten großer Dank, und ganz besonders auch unserer Schulstiftung, die für diese außergewöhnliche Veranstaltung keine Kosten und Mühen scheute.





