Am 13. Oktober 2026 kamen die Präventionsfachkräfte unserer Stiftungsschulen am St. Ursula Gymnasium in Freiburg zu einem gemeinsamen Fachtag zusammen. Im Mittelpunkt standen die fachliche Vertiefung rechtlicher Grundlagen, Fragen des Kinderschutzes sowie der Austausch über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Fortbildungsbedarfe.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildete der Vortrag von Staatsanwältin Dr. Christiane Steiert zum Thema „Opfer von Straftaten und Schule – Rechtliche Themen und Fragen zu Prävention und Intervention im Schulbetrieb“. Dabei wurden relevante Straftatbestände, rechtliche Handlungsmöglichkeiten im schulischen Kontext und insbesondere die Rechte und Schutzmöglichkeiten von Betroffenen beleuchtet. Auch die psychosoziale Prozessbegleitung, die Sicherung von Zeugenaussagen sowie der Umgang mit Verdachtsfällen einer Kindeswohlgefährdung wurden thematisiert.
Ein weiterer Programmpunkt widmete sich dem Kinderschutz nach § 4 KKG (Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz). Im Fokus standen die rechtlichen Rahmenbedingungen und Handlungsmöglichkeiten für Schulen im Umgang mit möglichen Kindeswohlgefährdungen.
Neben der fachlichen Weiterbildung bot der Fachtag Raum für Vernetzung und gemeinsame Absprachen. Mit Blick auf die Pädagogischen Tage, die an einigen Schulen 2027/28 durchgeführt werden, sammelten die Präventionsfachkräfte Themen und Bedarfe für die weitere Arbeit. Als mögliche Schwerpunkte wurden digitalisierte sexualisierte Gewalt, Peergewalt sowie Frauen- und Männerbilder und geschlechtsspezifische Rollenbilder benannt.
Der Fachtag machte deutlich, wie wichtig die Verbindung von rechtlicher Handlungssicherheit, fachlichem Austausch und kontinuierlicher Weiterentwicklung ist, um Prävention und Intervention gegen sexualisierte Gewalt im schulischen Alltag nachhaltig zu stärken.



