FORUM.diagonal (I/26)

Schulstiftung Freiburg Klassenzimmer mit Schülern

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir erleben gerade eine Zeit, in der sich vieles rasant verändert – besonders im Bereich der Digitalisierung. Diese Veränderungen machen auch vor unseren Schulen nicht halt. Im Gegenteil: Sie fordern uns heraus, Gewohntes zu hinterfragen. Wie lernen Kinder und Jugendliche heute? Wie kann Schule auf eine Welt vorbereiten, die sich ständig wandelt? Und welche Rolle spielen digitale Medien dabei, ohne dass der Mensch aus dem Blick gerät?

Mit genau diesen Fragen setzen wir uns in der Schulstiftung intensiv auseinander. Mir ist wichtig, dass wir dabei nicht vorschnell Antworten geben, sondern gemeinsam Entwicklung gestalten. Zwei Themen beschäftigen uns dabei aktuell ganz besonders: unser Digitalisierungsprojekt EDU360° und die Dalton-Pädagogik. Beide stehen für Bewegung, für Mut zum Ausprobieren und für unseren Anspruch, Schule zukunftsfähig und zugleich werteorientiert weiterzuentwickeln.

Im Projekt EDU360° gehen vier unserer Schulen derzeit neue Wege und erproben ganz konkret, wie digitales Lehren und Lernen im Schulalltag gelingen kann. Es ist spannend zu sehen, mit wie viel Engagement und Kreativität hier gearbeitet wird. Ich lade Sie herzlich ein, sich selbst einen Eindruck davon zu verschaffen – ein kurzes Video gibt dazu lebendige Einblicke.

Gleichzeitig haben sich einige unserer Schulen auf den Weg zur Dalton-Pädagogik gemacht. Sie stärken damit selbstständiges, verantwortungsvolles Lernen und tragen zu einer Lernkultur bei, die den einzelnen Lernenden noch mehr in den Mittelpunkt stellt. Der große Kongress zur Dalton-Pädagogik in Ettenheim und der offene pädagogische Tag in Sigmaringen – beide Veranstaltungen erwiesen sich als voller Erfolg und haben wichtige Impulse für die weitere Entwicklung gesetzt. Die besondere Bedeutung dieses pädagogischen Ansatzes für unsere Schulentwicklung spiegelt sich auch darin wider, dass diesem Thema demnächst eine eigene Ausgabe von FORUM Schulstiftung gewidmet wird – der Zeitschrift für die Katholischen Freien Schulen der Erzdiözese Freiburg. In diesem Heft werden Impulse für gemeinsames Lernen gebündelt und die Gelingensbedingungen für die Schulen der Schulstiftung zusammengefasst.

Natürlich dreht sich nicht alles nur um diese beiden großen Themen. Auch sonst ist vieles in Bewegung. Kunst und Kultur, Personalfragen und kirchliches Leben prägen unseren Alltag und finden ihren Platz in diesem Infobrief. Besonders freue ich mich darüber, dass wir in den vergangenen Monaten zahlreiche neue Lehrkräfte in der Schulstiftung begrüßen durften. Zwei Onboarding-Kurse in St. Peter haben erneut den Einstieg in unsere Stiftung begleitet und Raum für Austausch und Orientierung geboten. Zudem stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe die neue Schulleitung der St. Ursula Schulen Freiburg‑Wiehre vor.

Auch aus unseren Schulen gibt es Vieles zu berichten: Der Besuch von Erzbischof Stephan Burger am St.-Dominikus-Gymnasium in Karlsruhe sowie an den St. Ursula Schulen Freiburg‑Wiehre war für die jeweiligen Schulgemeinschaften ein besonderes und wertschätzendes Ereignis.

Sie merken: Bei uns ist viel los – und das ist gut so. Ich wünsche Ihnen nun viel Freude beim Lesen und bedanke mich herzlich für Ihr Interesse an unserer Arbeit.

Ihr
Patrick Krug
Stiftungsdirektor

EDU360° - jetzt auch in bewegten Bildern

Mit EDU360° geht die Stiftungsgemeinschaft einen mutigen Schritt in die Zukunft. Über 14.000 Mitglieder werden künftig auf einer modernen, sicheren und gemeinsamen digitalen Plattform miteinander verbunden.
Im Mittelpunkt stehen die Schülerinnen und Schüler: Ihr Lernen wird digital unterstützt, kreativ gestaltet und sicher begleitet – getragen von den Werten unseres Leitbilds. Auch Lehrkräfte und Verwaltung profitieren: Ihre Arbeit wird durch zeitgemäße Arbeitsweisen erleichtert, und die Stiftungsschulen rücken enger zusammen.
Die Einführung von Microsoft 365 sowie die Ausstattung aller Mitglieder mit digitalen Endgeräten schaffen dafür die Grundlage. Sie ermöglichen eigenverantwortliches, projektorientiertes Lernen und Arbeiten. Zugleich bleibt ihre eigene pädagogische Handschrift erhalten, während zentrale Sicherheitsstandards und umfassende Fortbildungen Orientierung, Schutz und eine lebendige digitale Lernkultur sichern.
EDU360° ist damit weit mehr als ein Technikprojekt: Es ist eine Einladung, Schule mutig neu zu denken – und junge Menschen verantwortungsvoll auf ihrem Weg in die digitale Welt zu begleiten.

Unser Projekt EDU360° gibt es nun auch als Video. Viel Spaß beim Reinschauen!

 

EDU360°- das Video

Schulstiftung Freiburg EDU Lehrer mit Schülern

Vier Pilotschulen starten im Projekt EDU360° durch

An unseren vier Pilotschulen (Karlsruhe, Ettenheim, Baden-Baden und Freiburg-Wiehre) ist ein wichtiger Meilenstein im Projekt EDU360° erreicht: Das Onboarding von Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern wurde erfolgreich abgeschlossen.

In den vergangenen Wochen standen an den Schulen vor allem die Einrichtung der digitalen Infrastruktur und die Einführung der Nutzerinnen und Nutzer im Mittelpunkt. Dazu gehörten unter anderem die Anlage der Accounts, die Ausgabe der Zugangsdaten sowie erste Einführungen in die Arbeitsumgebung und die zentralen Anwendungen für den Unterricht.

Mit dem abgeschlossenen Onboarding sind nun die Voraussetzungen geschaffen, um die digitale Lernumgebung im Schulalltag zu erproben und die Erfahrungen aus den Pilotschulen für die weitere Entwicklung von EDU360° in der Stiftungsgemeinschaft zu nutzen.

"Meet the Daltons"

Im November kamen in der St. Landolin Schule in Ettenheim Vertreterinnen und Vertreter nahezu aller Schulen der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg zum Schulentwicklungskongress „Meet the Daltons“ zusammen. Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte nutzten den Tag, um sich ein Bild davon zu machen, wie Dalton-Pädagogik im Schulalltag umgesetzt werden kann, und um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dabei stand weniger eine theoretische Einführung im Vordergrund als vielmehr der konkrete Blick in die Praxis. Gezeigt wurde, wie Unterricht organisiert sein kann, wenn Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihr Lernen übernehmen, etwa durch die Arbeit mit Lernplänen, durch offene Lernzeiten oder durch gegenseitige Unterstützung. Besonders groß war das Interesse an den Erfahrungen der Delegation des Dalton‑Gymnasiums in Alsdorf. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie der stellvertretende Schulleiter Sebastian Gagelmann berichteten aus ihrem Schulalltag und beantworteten zahlreiche Fragen. Ergänzt wurde das Programm durch einen fachlichen Impuls von Prof. Dr. Anne Sliwka, die sich in ihrem Vortrag mit vertieftem Lernen und nachhaltigen Lernprozessen befasste.

An diese Begegnung knüpfte einige Zeit später ein gemeinsamer pädagogischer Tag an der Liebfrauenschule Sigmaringen an, an dem rund 300 Lehrerinnen und Lehrer der Schulstiftung teilnahmen. Eingeladen hatte die Liebfrauenschule gemeinsam mit der Heimschule Kloster Wald und den St. Ursula Schulen Villingen. Die Liebfrauenschule selbst steht derzeit vor der Frage, ob sie künftig nach dem Dalton-Konzept arbeiten möchte. Entsprechend groß war das Interesse des Kollegiums am Austausch und an den verschiedenen Perspektiven auf das Thema.

Stiftungsdirektor Patrick Krug eröffnete die Veranstaltung und hob in seiner Ansprache hervor, dass schulische Weiterentwicklung angesichts gesellschaftlicher und schulischer Veränderungen notwendig ist. Zugleich machte er deutlich, dass jede Stiftungsschule eigenständig entscheidet, ob und in welcher Form sie sich auf diesen Weg begibt.

Im Verlauf des Tages arbeiteten die Teilnehmenden in unterschiedlichen Gruppen weiter. Eltern sowie Schülerinnen und Schüler aus Sigmaringen setzten sich unter anderem mit dem Format „Meet the Daltons“ auseinander. Eine Delegation aus Alsdorf stand für Fragen zum Schulalltag, zu organisatorischen Rahmenbedingungen und zu möglichen Herausforderungen zur Verfügung. Parallel dazu beschäftigten sich Kollegien mehrerer Stiftungsschulen mit konkreten schulischen Fragestellungen, etwa zur Arbeit mit Lernplänen oder zu möglichen nächsten Schritten der eigenen Schulentwicklung.

Als weiterer externer Gast brachte Thomas Nett, Schulleiter eines Dalton‑Gymnasiums in Dinslaken, seine Erfahrungen in den Austausch ein. Unterstützt und begleitet wurden die Arbeitsphasen durch das Fortbildungsteam der Schulstiftung.

Beide Veranstaltungen haben deutlich gemacht, wie wertvoll es ist, schulische Entwicklung nicht isoliert zu betrachten, sondern im Austausch über Schulgrenzen hinweg. In Ettenheim wie in Sigmaringen entstand Raum für Gespräche über Erfahrungen, Fragen und Einschätzungen – getragen vom gemeinsamen Verständnis, Teil einer Stiftungsgemeinschaft zu sein. Gerade dieses Miteinander zeigte, dass Schulentwicklung dort an Tiefe gewinnt, wo sie gemeinsam gedacht und verantwortet wird. Die Stiftungsgemeinschaft wurde an diesen Tagen konkret erfahrbar – und es wurde deutlich, dass gemeinsame Wege oft weiter führen als einzelne.

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Eröffnung der ersten Schulkunstausstellung in den Räumen der Geschäftsstelle

Was für ein schöner Nachmittag: In unserer Geschäftsstelle wurde zum ersten Mal von Stiftungsdirektor Patrick Krug eine Schulkunst-Ausstellung eröffnet. Den Auftakt machten die Schülerinnen und Schüler der St. Raphael Schulen Heidelberg, die uns einen Einblick in ihre künstlerische Arbeit gegeben haben.

Besonders spannend war zu sehen, wie sehr ihre Arbeiten unseren sonst eher schlichten Flur verändern. Aus einem langen weißen Gang wurde ein Ort, an dem man stehen bleibt und hinschaut. Picassos Satz, dass Kunst den Staub des Alltags abwaschen kann, passte gestern wirklich gut.

Viele der Schülerinnen und Schüler waren zum ersten Mal in der Geschäftsstelle und konnten so auch einen Blick hinter die Kulissen werfen – in den „Maschinenraum“ ihrer Schule, in dem vieles passiert, was im Schulalltag oft gar nicht sichtbar ist. Umso schöner, dass ihre Kunst nun für eine Weile Teil dieses Ortes ist.

Vielen Dank an die Schülerinnen und Schüler aus Heidelberg und an die Lehrkräfte, die das Projekt möglich gemacht haben.

Diese Ausstellung soll nicht einmalig bleiben: Die nächste Ausstellung gestaltet das St. Paulusheim in Bruchsal. Ein Jahr später folgt das St. Ursula Gymnasium in Freiburg. Wir freuen uns auf noch mehr Kunst in den Räumlichkeiten der Geschäftsstelle.

Drei Fragen an Raphael Schlotter...

…dem neuen Schulleiter der St. Ursula Schulen Wiehre.
1. Wann fühlen Sie sich in der Schule so richtig in Ihrem Element?
Wenn es in den Klassenzimmern summt, Schülerinnen begeistert bei der Sache sind und man spürt: Hier passiert gerade echtes Lernen.
Wenn bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen die Schule lebendig wird – sei es bei Projekttagen, Festen oder Ausflügen – und wir alle gemeinsam merken: Schule ist viel mehr als Unterricht.
2. Woran merken andere sofort: das ist typisch Schlotter?
Dass ich gerne Projekte ins Rollen bringe, sie mit Ausdauer begleite und dafür Sorge trage, dass sie wirklich nachhaltig wirken – und dabei auch mal „out of the box“ denke.

3. Was begeistert Sie, wenn es darum geht, Schule mit neuen Ideen oder digitalen Möglichkeiten weiterzuentwickeln?
Wenn Technik und neue Ideen nicht Selbstzweck sind, sondern den Schülerinnen Türen öffnen: zum Ausprobieren, zum Entdecken, zum eigenständigen Denken.

Schulstiftung Freiburg Schlotter

Schulbesuch des Erzbischofs am St.-Dominikus-Gymnasium

Einen besonderen Gottesdienst haben in der vergangenen Woche rund 400 Schülerinnen des St.-Dominikus-Gymnasiums in der Kirche St. Stephan in Karlsruhe gefeiert. Für den Freiburger Erzbischof war es der erste Besuch an der Schule seit Beginn seiner Amtszeit. Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Aufstehen ins Leben“. Der Erzbischof besucht jedes Jahr eine Schule der Schulstiftung, dieses Mal war Karlsruhe an der Reihe.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Gleichnis von der Heilung der gekrümmten Frau aus dem Lukasevangelium. Die Geschichte erzählt von einer Frau, die lange Zeit unter einer Last gebückt lebte – bis Jesus sie aufrichtete. Schulpfarrer Erhard Bechtold erklärte: „Wer an Gott glaubt, spürt seine Hand im Rücken – Gott richtet auf, Menschen können aufstehen. Belastendes darf losgelassen werden, seien es Sorgen, Erwartungen von außen oder der Druck durch soziale Medien.“

Damit die Schülerinnen den Erzbischof besser kennenlernen konnten, durften sie Fragen stellen. „Wie haben Sie Gott kennengelernt?“ oder „Wo sehen Sie Gott? Aber auch Fragen nach seinem Alltag und seinem Weg zum Priester beantwortete er bereitwillig.

Das Thema passte auch gut zum neuen Schulmotto „Offen für Neues – offen für dich“, das Schulleiter Valentin Schneider im Gottesdienst vorstellte. Er erläuterte, in welchen Bereichen sich die Schule öffnen möchte: für neue Lernformen, für digitale Lernwege und ab dem kommenden Schuljahr auch für alle Geschlechter.

Wie diese Ideen konkret im Schulalltag umgesetzt werden, sah sich der Erzbischof bei einem Rundgang durch das Schulhaus selbst an. Begleitet wurde er dabei von Stiftungsdirektor Patrick Krug sowie Stadtpfarrer Markus Miles. Dabei erhielt Burger Einblicke in die pädagogische Arbeit und das vielfältige Leben der Schulgemeinschaft.

Auf dem Programm standen zahlreiche Begegnungen mit Schülerinnen: Fünft- und Sechstklässlerinnen berichteten beispielsweise von der sogenannten Dominikus-Zeit, in der sie seit diesem Schuljahr selbstorganisiert lernen. Die Schulsozialarbeitin stellte ihre Angebote vor, ebenso die Streitschlichterinnen, die bei Konflikten zwischen Schülerinnen vermitteln. Die Schulsanitäterinnen demonstrierten, wie sie im Notfall Erste Hilfe leisten. „Ich wünsche euch, dass ihr möglichst selten zum Einsatz kommt“, sagte er schmunzelnd zu ihnen. Auch die Arbeit der Umweltmentorinnen interessierte ihn. Für den Erzbischof gehört dieses Engagement unmittelbar zum christlichen Auftrag: die Bewahrung der Schöpfung und der Einsatz für eine gerechte Welt sind für den Misereor-Bischof wichtige Themen.

Den Abschluss des Besuchs bildete eine Fishbowl-Diskussion in der Aula. Schülerinnen des Leistungsfachs Religion hatten das Format vorbereitet. In einem kleinen Innenkreis diskutieren einige Teilnehmerinnen mit dem Erzbischof, während der Außenkreis zuhörte. Zwei freie Stühle ermöglichten jederzeit einen Wechsel in die Debatte.

Unter dem Titel „Was glaubst du denn?“ ging es in drei Thesen um Glauben, Kirche und gesellschaftliche Fragen. Die Diskussion verlief lebhaft. Unter anderem wurde gefragt, wie die Kirche für junge Frauen glaubwürdig bleiben kann, wie Frauenperspektiven stärker berücksichtigt werden und wie ihr Sachverstand sowie ihre Kompetenzen – nicht nur in Verwaltung und Seelsorge – besser genutzt werden könnten.

Auch der Dialog mit nichtreligiösen Menschen in einer pluralen Gesellschaft spielte eine Rolle. Dabei kamen auch schwierige Themen zur Sprache, etwa Schwangerschaftsabbruch oder die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche. Burger machte deutlich, dass sich in der Kirche bereits einiges bewege, Veränderungen jedoch Zeit bräuchten. Die Kirche sei wie ein großer Tanker, sagte er – nicht besonders wendig. Eine echte Veränderung brauche vor allem eine neue Haltung und Gesinnung, und diese entstehe nicht über Nacht. Dankbar zeigte er sich für Rückmeldungen zum Bischofspapier zur Gendersensibilität, die er gerne mit nach Freiburg nehmen werde.

„Wir haben gezeigt, wer wir sind – eine bunte, offene, freundliche und zugewandte Schule auf einem guten Weg in die Zukunft“, zog Valentin Schneider Bilanz.

Der Gedanke des Gottesdienstes – „Aufstehen ins Leben“ – gelte dabei auch für die Schule selbst. Viele neue Themen stünden an: neue Lernformen, Digitalisierung und die Öffnung für alle Geschlechter.

r.

Erfolgreiche Evaluation am Lender-Gymnasium in Sasbach

Am Lender-Gymnasium in Sasbach fand kürzlich eine Dialogveranstaltung im Rahmen der Schul-Evaluation durch das Zentrum für Ignatianische Pädagogik statt. Anlass waren die Ergebnisse der Online-Befragung von über 1.000 Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern im vergangenen November.

Im Januar wurden die Ergebnisse vorgestellt – zunächst getrennt für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern. Das Fazit: Das Lender-Gymnasium hat sehr gut abgeschnitten, die Zufriedenheitswerte liegen über dem Durchschnitt. Gleichzeitig wurden auch Bereiche benannt, in denen weitere Entwicklung möglich ist.

Diese Themen standen nun im Mittelpunkt der gemeinsamen Dialogveranstaltung. An zehn Themenständen wurde engagiert und konzentriert diskutiert, unter anderem zu gerechter Notengebung, Schulorganisation, Meta-Skills des Lernens und digitalem Lernen. Ziel ist es, aus den Rückmeldungen konkrete Schritte für die weitere Schulentwicklung abzuleiten.

Alle Schulen der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg werden diesen Prozess in den kommenden Jahren durchlaufen. Das Lender-Gymnasium gehört zu den ersten.

St. Paulusheim in Bruchsal soll eine "neue Mitte" bekommen

Nach knapp 110 Jahren haben sich die Pallottiner vor rund eineinhalb Jahren vom Klosterberg in Bruchsal zurückgezogen. Mit dem Weggang des Ordens stellt sich seitdem die Frage, wie es mit den Gebäuden des St. Paulusheims weitergeht, zumal ein großer Teil der Gebäude das Gymnasium St. Paulusheim beheimatet.

Erste Ideen wurden nun dem Kollegium sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Bruchsal präsentiert. Dabei waren unter anderem Stiftungsdirektor Patrick Krug, Pater Rainer Schneiders, der Ökonom der Pallottiner, sowie Architekt Raimund Maschita.

Die Provinzleitung der Pallottiner hat sich dazu entschlossen, der Schulstiftung jene Teile des St. Paulusheims Bruchsal zu schenken, in denen sich die Räumlichkeiten des Gymnasiums befinden. „Dieser Schritt der Pallottiner ist ein Vertrauensbeweis und zugleich eine große Verantwortung“, sagt Patrick Krug. „Sie ermöglicht es uns – sofern die rechtlichen Voraussetzungen mit der Stadt und den zuständigen Behörden geklärt sind – den Schulstandort baulich neu zu ordnen und an die Anforderungen eines modernen Schulbetriebs anzupassen.“

Neben der geplanten Schenkung ist vorgesehen, jene Gebäudeteile zu veräußern, die bis Sommer 2024 als Wohnbereich der örtlichen Kommunität genutzt wurden. Derzeit befinden sich Küche und Speisesaal der Schule noch in diesem Teil des Altbaus. Um perspektivisch einen Neubau im Innenhof realisieren zu können, soll die Schulstiftung einen Teil des Verkaufserlöses erhalten.

Mit der Kombination aus Schenkung, strategischem Verkauf und einem möglichen Neubauprojekt soll langfristig eine tragfähige Lösung entstehen, die den Fortbestand der Schule sichert und ihre Attraktivität weiter stärkt. Die Schenkung ist dabei mehr als ein formaler Akt; sie ist ein Zeichen des Vertrauens in die Bildungsarbeit der Schule und in die Verantwortung der Schulstiftung.

Derzeit ist angedacht, Aula und Speisesaal neu zu errichten und künftig zentral im Schulareal zu verorten. Sie könnten die „Neue Mitte“ der Schule bilden und Raum für Unterrichtsalltag, Begegnung und Veranstaltungen bieten. Ein neues Gebäude bietet die Chance, neben einem klaren und einladenden Eingangsbereich ein echtes Zentrum der Begegnung zu schaffen.

Die bisherigen Gespräche waren von großer Offenheit und einem gemeinsamen Interesse an der Zukunft der Schule geprägt.

Einweihung des Neubaus an den St.Ursula Schulen Freiburg-Wiehre

Mit dem Segen von Erzbischof Stephan Burger wurde der neue Gebäudekomplex der St.-Ursula-Schulen feierlich eröffnet. Bereits seit Herbst lernen und arbeiten hier 520 Schülerinnen und Schüler sowie 50 Lehrkräfte – nun offiziell in einem modernen, zukunftsfähigen Schulhaus.

Der Neubau wurde notwendig, da eine Sanierung des Altgebäudes wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen wäre. Nach zwei Jahren Bauzeit bietet das neue Schulgebäude auf rund 3.800 m² Platz für 15 Klassenzimmer, 9 Fachräume und 5 Lernzonen – optimale Bedingungen für einen zeitgemäßen Unterricht.

„Da könnt Ihr im Plenum arbeiten, Euch in Gruppen zurückziehen, ausprobieren, austauschen – so wie moderner Unterricht heute eben aussieht“, betonte Patrick Krug, Direktor der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg, beim Festakt.

Ein Highlight ist die neue Kapelle am Eingang, gestaltet mit Elementen der historischen Bleiglasfenster aus der früheren Kapelle. Sie erinnert an die lange Tradition der Schule und bietet zugleich einen ruhigen spirituellen Ort im Schulalltag.

Der Neubau, finanziert von der Erzdiözese Freiburg, steht zudem für Nachhaltigkeit:
– Pelletheizung
– Große PV-Anlage
– Gründach & Regenrückhaltung
– Moderne LED-Technik

Über 30 Firmen und rund 160 Handwerkerinnen und Handwerker waren am Bau beteiligt.

Wir danken allen Beteiligten für ihr Engagement und freuen uns über ein Gebäude, in dem junge Menschen wachsen, sich entfalten und ihren eigenen Weg finden können.

Erfolgreiches Onboarding für neu eingestellte Kolleginnen und Kollegen

Wie bisher haben wir auch dieses Jahr unsere Onboarding-Seminare für die neu eingestellten Kolleginnen und Kollegen in St. Peter durchgeführt. Mit dem Geistlichen Zentrum St. Peter besteht eine langjährige und gute Zusammenarbeit – das Haus trägt positiv zur fokussierten Stimmung und zum Gelingen der Tagungen bei.

Dieses Jahr gab es gleich mehrere Premieren. Neu in diesem Jahr ist das gesamte Konzept der Onboarding-Tagung mit dem Titel „Check-in“, es kombiniert Ziele und Inhalte der früheren Tagungen „Segel setzen“ und der Präventionsfortbildung “Grenzen achten”. Neu ist auch der Referenten-Pool, der ganz bewusst auf Personen aus der Schulstiftungsgemeinschaft setzt: Die Fortbildungsreferentin (Miriam Link) leitete die Tagung organisatorisch, die inhaltlichen Einheiten wurden aus den Teams für Fortbildung und Grundsatzfragen (Christoph Klüppel) sowie Prävention gegen sexualisierte Gewalt (Susanne Fischer) gestaltet. Wichtig bei der Neukonzeption des Onboardings war, die Schulstiftung mit und durch Personen kennenzulernen, die sich innerhalb der Organisation bewegen und authentisch für alle Fragen zum neuen Arbeitgeber ansprechbar sind. Eine weitere kleine Premiere ist die Bereitstellung von FAQs für neu eingestellte Kolleginnen und Kollegen, die mit über 50 Fragen und Antworten zu den häufigsten und typischen Themen des Anfangs aufklären wollen – von A wie Angebote zu Beratung oder Lehrergesundheit, über Digitalisierung, Hansefit, Prävention und Stiftungsrad, bis Z wie Familienzuschlag und Kinderzulage.

Das sind die Ziele und Inhalte von Check-in im Überblick:

Ziele:

Verbindung von klassischem Onboarding mit der verpflichtenden Fortbildung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt.

• Onboarding: Einführung in die Strukturen, die Ziele und die Geschichte der Schulstiftung als Schulträgerin. Kennenlernen des Leitbilds als Orientierung sowie des christlichen Profils als verbindendes und grundlegendes Element einer Schulstiftungspädagogik.

• Persönlicher Austausch und Vernetzung mit anderen neuen Kolleginnen und Kollegen an Stiftungsschulen – an einem besonderen Ort.

• Möglichkeit zur Reflexion der eigenen Profession und Rolle als Lehrkraft an einer christlichen Schule.

• Prävention: Sensibilisierung für einen grenzachtenden Umgang sowie Stärkung der Handlungssicherheit: Wie gehe ich damit um, wenn ein Schüler/eine Schülerin mir Erlebnisse sexualisierter Grenzverletzungen oder Gewalt anvertraut?

• Kennenlernen des institutionellen Schutzkonzepts und des Verhaltenskodex: Die Schulstiftung macht ihre Standards durch ein Schutzkonzept und einen Verhaltenskodex nach innen und nach außen transparent und trägt so dazu bei, dass Kinder und Jugendliche sicherer vor sexualisierter Gewalt sein können.

• Verknüpfung von Theorie und Praxis im Hinblick auf den konkreten Schulalltag: gelebte Präventionskonzepte an unseren Stiftungsschulen.

Und das sagen die neuen Kolleginnen und Kollegen:

„Ich habe die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) als sehr intensiv und gewinnbringend erlebt, für mich ein Highlight.“
„Der Präventionsteil war für mich sehr anregend und intensiv.“
„Die Kursleitung war großartig, souverän, immer freundlich und zugewandt.“
„Ich habe die Gemeinschaft in der Schulstiftung erlebt und fühle: Ich bin jetzt Teil dieser Gemeinschaft!“
„Die Morgenimpulse und die Abendmeditationen haben mir gutgetan.“
„Ich bin sehr dankbar für den Raum und die Zeit in St. Peter.“
„Das Kloster zu erleben – durch die Führung und die Kloster (W)Orte – war für mich besonders.“
„Insgesamt spüre ich große Wertschätzung der Schulstiftung gegenüber neuen Kolleginnen und Kollegen.“
„Der Check-in hat mich an Oasentage erinnert: So, wie hier gearbeitet wird, das ist für mich Kirche.“
„Jetzt fühle ich mich als Teil der Stiftungsgemeinschaft.“

Beauftragung der neuen Schulseelsorgenden

Ende Oktober wurden im Freiburger Münster 17 neue Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger durch Weihbischof Dr. Christian Würtz im Namen von Erzbischof Stephan Burger beauftragt – darunter auch drei Lehrkräfte der Schulstiftung Freiburg: Sebastian Müller vom Gymnasium St. Paulusheim in Bruchsal, Johannes Veith von der St. Landolin-Schule in Ettenheim sowie Marlene Zimmerer von der Liebfrauenschule in Sigmaringen.
Insgesamt gibt es an den Schulen der Schulstiftung nun 15 Schulseelsorgende.
Mit der Beauftragung übernehmen sie einen besonderen Dienst an ihren Schulen: Sie begleiten Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen sowie Eltern in Fragen des Glaubens, der Hoffnung und des Zusammenhalts.
Weihbischof Würtz erinnerte in seiner Predigt daran, dass Schulseelsorgende die frohe Botschaft Christi an ihre Schulen tragen:
„Denn diese Botschaft ist ja keine andere, dass Jesus Christus jeden einzelnen liebt. Papst Franziskus hat die Botschaft so auf den Punkt gebracht: ‚Jesus Christus liebt dich, er hat sein Leben hingegeben, um dich zu retten, und jetzt ist er jeden Tag lebendig an deiner Seite, um dich zu erleuchten, zu stärken und zu befreien.‘ Diese Botschaft dürfen Sie nun weitergeben – nicht nur durch Worte, sondern auf viele andere Weisen, wenn Sie, Freude und Hoffnung, Trauer und Angst‘ mit den Menschen an der Schule teilen.“
Wir freuen uns mit unseren drei neuen Schulseelsorgenden über die Beauftragung und danken ihnen herzlich für ihr Engagement, Glauben und Leben an unseren Schulen erfahrbar zu machen.

Bildquelle: Erzdiözese Freiburg

Ehemaligentreffen in neuem Format

In der Schulstiftung ist es ein guter Brauch, dass sich ehemalige und aktuelle Leitungen von Schulen, Internaten und der Stiftung hin und wieder treffen und sich über aktuelle Fragen, aber natürlich auch über Vergangenes, austauschen.
Kürzlich geschah dies in einem neuen Format: alle ehemaligen Leitungen wurden im Anschluss an eine Leitungskonferenz eingeladen. Kurzum: es war ein gelungener Nachmittag für alle Beteiligten. Die Rückmeldungen waren über alle Maßen positiv. Schön war’s und wahrscheinlich der Beginn einer Tradition!

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