FORUM.direkt (07/26)

Schulstiftung Freiburg Berge

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Sommerferien sind zum Greifen nah. Hinter uns liegen intensive Wochen, in denen noch manche Herausforderung zu bewältigen war. Die Konferenzen zum Schuljahresende, zahlreiche Veranstaltungen und die vielfältigen Aufgaben des Schulalltags haben viel Einsatz, Engagement und Ausdauer erfordert.

Umso schöner ist es, wenn sich zeigt, was durch gemeinsames Handeln erreicht werden kann. Bei der Dialogveranstaltung in Sigmaringen konnten wir wichtige Zielvereinbarungen auf den Weg bringen. Auch das Zukunftsforum hat deutlich gemacht, dass die Bewahrung der Schöpfung eine Aufgabe ist, die uns alle betrifft. Die Diskussionen und Ideen haben gezeigt, dass jede und jeder Einzelne Möglichkeiten hat, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen mitzugestalten.

Für Ihren täglichen Einsatz an unseren Schulen danke ich Ihnen herzlich. Sie tragen dazu bei, dass unsere Schulen lebendige Orte des Lernens, des Glaubens und des Miteinanders bleiben.

Nun wünsche ich Ihnen zunächst eine erholsame Sommerzeit, viele schöne Momente mit Familie und Freunden sowie die Gelegenheit, Kraft für das kommende Schuljahr zu sammeln.

Viele Grüße
Patrick Krug

Zukunftsforum 2026: Planetary Health - Gesunde Schule

Beim Zukunftsforum in Rastatt kamen kürzlich die fair.nah.logisch.-pädagogisch-Teams der Schulen der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg zusammen. Jeweils zwei Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte pro Schule arbeiteten zwei Tage lang gemeinsam an der Frage, wie Schulen zu Orten werden können, die sowohl die Gesundheit der Menschen als auch die Gesundheit unseres Planeten im Blick haben.

Den Einstieg gestaltete eine Vertreterin von „Health for Future“ mit einem Impuls zum Thema „Planetary Health – Gesunde Schule“. Anschließend beschäftigten sich die Teilnehmenden in Workshops mit verschiedenen Aspekten des Themas. Am Nachmittag stand der Erdüberlastungstag im Mittelpunkt, verbunden mit der Entwicklung einer gemeinsamen Schulaktion für alle Stiftungsschulen.

Darüber hinaus ging es um Veränderungsmanagement, um die Frage, wie nachhaltige Entwicklungen an Schulen gelingen können, und um den Umgang mit eigenen unerfüllten Erwartungen, wenn Veränderungen nicht so schnell vorankommen wie erhofft.

Das Programm lebte vom Mitmachen und vom Austausch: In Workshops, Barcamps und einem Gallery Walk stellten die Schulen ihre Projekte und Erfahrungen vor, diskutierten Herausforderungen und entwickelten neue Ideen. Besonders wertvoll war dabei die Vernetzung der Schulen untereinander. Der Austausch zeigte, wie viele gute Ansätze bereits an den verschiedenen Standorten entstanden sind und wie viel man voneinander lernen kann.

In seinem Grußwort erinnerte Stiftungsdirektor Patrick Krug daran, dass der Erdüberlastungstag erst wenige Tage zurückliegt: „Es reicht nicht mehr, einfach nur darüber Bescheid zu wissen. Vielmehr scheint die Zeit zum Handeln gekommen zu sein.“

Zugleich ermutigte er die Schülerinnen und Schüler, ihre Schule als Ort der Veränderung zu begreifen: „Schule ist ein Ort, an dem Ideen entstehen. Ein Ort, an dem eure Meinung zählt, wo ihr etwas bewegen könnt.“

Das Zukunftsforum hat deutlich gemacht: Trotz vieler gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen gibt es an den Stiftungsschulen eine große Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, voneinander zu lernen und gemeinsam Zukunft zu gestalten.

Geleitet wurde unser Zukunftsforum von unserem BNE-Beauftragten Jakob von Au in Kooperation mit der Katholischen Akademie und der Stabsstelle für Schöpfung und Umwelt des Erzbischöflichen Ordinariats Freiburg.

Drei Fragen an Mascha Fourné...

…die neue Referentin für Dalton-Pädagogik bei der Schulstiftung:

1.

Eine Brücke in die Schulentwicklung

Wie kann Schulentwicklung gelingen? Indem man miteinander spricht – nicht übereinander. An der Liebfrauenschule Sigmaringen fand deshalb nun nach der Evaluation eine Dialogveranstaltung mit dem Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP) statt. Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitung und Schulstiftung kamen dabei miteinander ins Gespräch: über Stärken der Schule, Herausforderungen und konkrete Entwicklungsperspektiven.

Das ZIP-Verfahren ist seit vielen Jahren erprobt. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Frage, wie eine Schule bewertet wird, sondern vor allem, was anschließend mit den Ergebnissen geschieht. Die Dialogveranstaltung schafft dafür einen wichtigen Raum: Hier kommen die Menschen zusammen, die Schule jeden Tag gestalten.
Besonders erfreulich war die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Sie brachten zahlreiche Ideen und Anregungen ein und machten deutlich, wie aufmerksam sie ihre Schule wahrnehmen. Themen wie ein respektvoller Umgang miteinander, Wertschätzung, Notentransparenz, Kommunikation und die Sauberkeit der Schulräume wurden offen diskutiert.

Die Dialogveranstaltung ist dabei eine Brücke in die Schulentwicklung. Denn aus einer Evaluation sollen konkrete Schritte entstehen: Arbeitsgruppen bilden sich, Themen werden aufgegriffen, Ziele vereinbart. In der Dialogveranstaltung wurde allen, die das Schulleben gemeinsam gestalten, schließlich klar: „Was nicht geht, ist, dass nichts geht!“. Jede und jeder trägt einen Teil der Verantwortung und hat Möglichkeiten, die Weiterentwicklung der Schule positiv zu gestalten. Nicht nur Lehrkräfte, bei denen die Schul- und Unterrichtsentwicklung Teil des Aufgabenspektrum ist, sind gefragt, wenn es um die (Liebfrauen-)Schule der Zukunft geht, sondern eben auch Eltern sowie Schülerinnen und Schüler.

Wichtig ist dabei auch die gemeinsame Verantwortung: Schulleitung und Schulstiftung reflektieren die vereinbarten Entwicklungsziele zusammen und schauen nach einiger Zeit erneut darauf: Was hat sich bewegt? Wo braucht es weitere Schritte? Die Schulstiftung versteht sich dabei nicht nur als Begleiterin, sondern stellt sich selbst den Rückmeldungen und ihrer Verantwortung im Prozess.

Die Liebfrauenschule gehört nach Baden-Baden und Sasbach zu den ersten Schulen der Schulstiftung, die diesen Weg gegangen sind. In den kommenden Jahren werden alle Schulen der Schulstiftung das ZIP-Verfahren durchlaufen. So entsteht die Chance innerhalb der Stiftungsgemeinschaft, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und Schulentwicklung gemeinsam weiterzudenken.

Aktionstag "Zusammenhalt in Vielfalt"

Fünf Schulen der Schulstiftung haben sich am bundesweiten Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ der Initiative kulturelle Integration beteiligt.

Mit Fotoaktionen, Bannern, bunten Socken, kreativen Mitmachstationen und vielen Gesprächen über Demokratie und Zusammenhalt wurde an unseren Schulen deutlich: Vielfalt gehört zu unserem Alltag.

An den St. Ursula-Schulen Villingen machte die Demokra-Tea-AG die 15 Thesen der Initiative kulturelle Integration im Schulhaus sichtbar. Unter dem Motto „Wir für Vielfalt“ positionierte sich die Schulgemeinschaft für Offenheit, Respekt und Menschenwürde.

Die St. Raphael-Schulen Heidelberg gestalteten beim Sportfest gemeinsam ein Banner zum Aktionstag und setzten damit ein Zeichen für eine offene und demokratische Gesellschaft.

Auch an den anderen beteiligten Schulen entstanden viele kleine und große Aktionen, die gezeigt haben, wie wichtig ein respektvolles Miteinander ist.
Danke an alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeitenden, die den Aktionstag mit Ideen und Engagement gestaltet haben.

Zwei Lehrkräfte der Schulstiftung erhalten die Missio canonica

Im Freiburger Münster sind Elisabeth Gawel (Liebfrauenschule Sigmaringen) und Julia Mattes (St. Ursula-Schulen Villingen-Schwenningen) offiziell für den katholischen Religionsunterricht beauftragt worden. Gemeinsam mit 63 weiteren Religionslehrerinnen und Religionslehrern erhielten sie im Rahmen einer feierlichen Eucharistiefeier die Missio canonica.

Die Urkunden überreichte Weihbischof Peter Birkhofer. Mit der Missio canonica wird die kirchliche Sendung erteilt, katholischen Religionsunterricht zu erteilen.

In seiner Predigt hob der Weihbischof hervor, dass Religionsunterricht jungen Menschen einen Zugang zur Welt eröffne, der über das rein Sichtbare hinausgehe. Er helfe dabei, Zusammenhänge zu erkennen und im Glauben Orientierung und Halt zu finden. Besonders betonte er dabei die Bedeutung Jesu Christi als Mitte und Grundlage dieses Verstehens.

Auch die Leiterin der Hauptabteilung Bildung im Erzbischöflichen Ordinariat, Susanne Orth, dankte den Lehrkräften für ihren Einsatz. Schule habe gerade in Zeiten von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz eine besondere Verantwortung: Sie müsse Räume für Beziehung, Verlässlichkeit und gemeinsames Lernen eröffnen. Der Religionsunterricht leiste dabei einen wichtigen Beitrag, indem er jungen Menschen Sinn, Hoffnung und ein Bewusstsein für die Würde jedes Menschen vermittelt.

Schulstiftung Freiburg missio26

Fortbildungen in den kommenden Monaten

In den kommenden Monaten organisiert die Schulstiftung wieder spannende Fortbildungen.

Gut vernetzt in der Schulseelsorge – Vernetzungstreffen der Schulseelsorgenden

Viel ist in der Welt und in der schulpastoralen Arbeit am Schulstandort geschehen, seit dem ersten Vernetzungstreffen im September 2024. Die Fortbildung „Gut vernetzt in der Schulseelsorge“ soll abermals unterstützend wirken bei all den Tätigkeiten in der und für die Schulgemeinschaft. Es schafft Gelegenheiten für Begegnung, für Beratung, Reflexion – und kreative Gedanken!

Die Anmeldung zu dieser Fortbildung erfolgt online über unsere Homepage.